Die Stiftung

Die British Broadcasting Corporation (BBC) erhielt im Jahre 2000 den Leibniz-Ring-Hannover und entschied, das Preisgeld in Höhe von 30.000 DM als eigenen Beitrag in die Sir-Hugh-Carleton-Greene-Stiftung einzubringen. Die Stiftung fördert und qualifiziert junge Journalistinnen und Journalisten mit dem Internationalen Medien-Stipendium (früher: BBC-Stipendium) und dem inländischen Leibniz-Stipendium und bietet ihnen damit individuelle Fortbildungsmöglichkeiten. Darüber hinaus fördert die Stiftung die Begegnung und den Austausch von deutschen und ausländischen Journalisten.

Sir Hugh Carleton Greene  (1910 – 1987) war ein britischer Journalist.
Nach seinem Studium arbeitete er 1933 zunächst als freier Journalist für den Daily Herald in München und ab 1934 für den Daily Telegraph in Berlin. 1939 wurde Greene aus Deutschland ausgewiesen, weil er mit seinen sarkastischen Kritiken bei den Nazis in Verruf geraten war.

1946 kehrte Greene als Kontrolloffizier der britischen Besatzmacht nach Deutschland zurück und gründete in Hamburg den Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR), dessen erster Generaldirektor er war. Greene gilt als wichtiger Förderer und Verfechter eines pluralistischen und staatsunabhängigen Rundfunks im Nachkriegsdeutschland.

Ab 1949 übernahm Greene verschiedene Postionen bei der BBC. Sein Aufstieg führte ihn 1960 an die Spitze der BBC, die er bis 1969 innehatte. Greene war der jüngere Bruder des berühmten Schriftstellers Graham Greene, mit dem er erfolgreiche Bücher herausgab. Er starb am 19. Februar 1987.

Der NDR hat Sir Hugh Carleton Greene anlässlich seines 100. Geburtstags am 15.11.2010 in der Sendung „Zeitzeichen“ ausführlich gewürdigt. Den Beitrag können Sie sich hier noch einmal anhören: 

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